Noch genießbar oder nicht? Warum das Mindesthaltbarkeitsdatum dafür lediglich eine Orientierung bietet und wie Sie herausfinden, ob ein Lebensmittel noch gut ist, verraten wir Ihnen hier.
Mehr als die Hälfte des Lebensmittelmülls in Österreich fällt in privaten Haushalten an. Einer der häufigsten Gründe, warum gutes Essen in der Tonnen landet, ist eine falsche Auffasung des Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD).
Im Rahmen des Projekts „Isst das jemand?“ stellen wir – Die Tafel Österreich und das Ökosoziale Forum Österreich & Europa – uns daher eine weitere Frage. Nämlich: „Ist das noch gut?“
Wichtige Tipps und Fakten zum Mindesthaltbarkeitsdatum:
- Das MHD ist kein Ablauf- oder Verbrauchsdatum! Es gibt nur den Zeitpunkt an, bis zu dem der Hersteller bei richtiger Lagerung und geschlossener Verpackung spezifische Eigenschaften eines Produktes (wie Farbe oder Konsistenz) garantiert.
- Untersuchungen haben ergeben: Ein Großteil der Lebensmittel ist noch Wochen nach dem angegebenen MHD einwandfrei genießbar.
- Vorsicht bei Fleisch oder Fisch: Hier ist kein MHD, sondern tatsächlich ein Verbrauchsdatum angegeben – und das muss auch ernstgenommen werden.
- Statt blind zu entsorgen, können wir die eigenen Sinne einsetzen, um auch nach überschrittenem MHD zu prüfen, ob ein Lebensmittel noch gut ist. Schaut es gut aus und ist nicht schimmlig? Riecht es nicht ungewöhnlich und schmeckt bei einer kleinen Kostprobe auch nichts anders als sonst? Dann guten Appetit!
- Auch den Kühlschrank richtig einzuräumen, wirkt sich positiv auf die Haltbarkeit von Lebensmitteln aus. Denn dort gibt es unterschiedliche Temperaturzonen. Leicht verderbliches am besten im untersten Fach (über der Gemüselade) lagern, ganz oben kann weniger Empfindliches aufbewahrt werden.
Einen praktischen Überblick, wie lange Lebensmittel durchschnittlich übers MHD hinaus gut sind, gibt es hier.