„Was essen wir heute?“ – Die Antwort besteht oft im Gang zum Supermarkt. Dabei schlummern in vielen Küchen bereits beste Zutaten für eine weitere Mahlzeit.
Lebensmittelverschwendung ist ökologisches, ökonomisches und soziales Problem – in Österreich wie weltweit. Wir alle sind gefordert, um die Folgen für Umwelt, Klima und mehr zu minimieren. Und das heißt: Nicht nur Politik, Handel, Produktion & Co. Jede und jeder sollte vor der eigenen Haustür (oder vielmehr in der eigenen Küche) kehren.
Genau hier setzt das Projekt „Isst das jemand? Gemeinsam gegen Lebensmittelverschwendung„, das wir gemeinsam mit dem Ökosozialen Forum Österreich & Europa umsetzen, an: Es informiert nicht nur über die Konsequenzen, sondern zeigt, wie wir alle mit einfachen Maßnahmen im Alltag Lebensmittel retten können. Zum Beispiel:
Unser Praxistipp: Reste-Tag einführen
Statt immer Neues zu kaufen, einfach mal einen Blick in den Kühlschrank oder die Küchenkasterln werfen. Planen Sie bewusst einen „Reste-Tag“ pro Woche ein. An diesem Tag wird nicht eingekauft – stattdessen kommen schmackhafte Kreationen aus dem, was noch da ist, auf den Teller:
- Gemüse (von der halben Zucchini bis zum nicht mehr ganz knackigen Paprika) wird im Handumdrehen zur cremigen Suppe …
- … oder in Kombination mit Reis, Nudeln oder Kartoffeln (auch gerne Reste) zu schmackhaften Pfannengerichten oder schnellen Aufläufen
- Toll zur Resteverwertung sind auch Wraps oder Palatschinken: je nach Gusto und Vorhandenem füllen und genießen!
- Aus altem Brot werden etwa Croutons, pikante Chips oder süße Scheiterhaufen …
Das Prinzip ist simpel: Erst schauen, dann kochen.
Viele weitere Ideen und Anregungen finden Sie hier.
Extra-Tipp: Lagern Sie Reste sichtbar im Kühlschrank (z. B. auf Augenhöhe). Was Sie sehen, vergessen Sie nicht – und retten es eher vor dem Weg in den Müll.
So wird aus vermeintlichen Resten eine kreative Mahlzeit – und aus einem kleinen Schritt ein großer Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung.