Gemeinsam nachhaltig wirken: Die Tafel Österreich gründet gemeinsam mit 36 Mitgliedern einen branchenübergreifenden Schulterschluss.

Podium

Die Tafel Österreich hat heute die neue „Allianz gegen Lebensmittelverschwendung und Armut“ präsentiert. Wir setzen gemeinsam mit großen Playern aus Handel, Gastronomie, Industrie, Landwirtschaft, Logistik, Sozial- und Kommunalbereich ein starkes Zeichen für mehr Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung entlang der gesamten Lebensmittelwertschöpfungskette. Die Patronanz der Allianz übernimmt die renommierte Nachhaltigkeitsökonomin Sigrid Stagl, die damit die gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung des Vorhabens unterstreicht.

Mehr als 1 Million Tonnen Lebensmittel im Müll und 1,5 Millionen Menschen, die von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht sind, sprechen eine klare Sprache: Es gibt noch sehr viel zu tun. Eine Trendumkehr können wir als Verein nicht allein schaffen, sondern nur, wenn alle an einem Strang ziehen und sich klar zu nachhaltigen Zielen bekennen“, betont unsere Geschäftsführerin Alexandra Gruber. „Wir sind überwältigt, dass schon zum Start so viele bedeutende Unternehmen und Organisationen mit an Bord sind. Die Beteiligung zeigt klar: Die Kluft zwischen Überfluss und Bedarf zu beseitigen, ist vielen in diesem Land ein Anliegen.

Ziel der Allianz ist es, konkrete Lösungen zur Reduktion von Food Waste zu entwickeln, Lebensmittelüberschüsse effizienter zu nutzen und gleichzeitig Ernährungsarmut gezielt zu bekämpfen. Dieser Ansatz entspricht nicht nur den SDGs, sondern auch den Vorgaben der EU Waste Framework Directive sowie der EU Anti-Poverty Strategie. Innovativen Charakter hat die Allianz durch ihr ganzheitliches Nachhaltigkeits-Verständnis und ihre Strategie der engen Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette – noch nie gab es eine so breit gefächerte und umfassende Plattform für mehr ökologische, ökonomische und zugleich soziale Nachhaltigkeit in Österreich.

Alle Mitglieder bringen ihre Expertise aus unterschiedlichen Bereichen ein, um Lebensmittelverschwendung zu reduzieren, Armut zu bekämpfen, Bewusstsein zu schaffen und strukturelle Verbesserungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu erreichen. Durch den Dialog der Stakeholder untereinander, aber auch durch die Multiplikator:innenfunktion der Mitglieder sollen alle Menschen in Österreich erreicht und dazu ermutigt werden, sich in ihrem eigenen Umfeld gegen Lebensmittelverschwendung und Armut zu engagieren.

Politik und Privathaushalte gefordert

Mehr als 50 % der Lebensmittelabfälle entstehen in privaten Haushalten. Durch den breit gefächerten Schulterschluss soll auch eine gesellschaftliche Wirkung entstehen, die hier mehr Wissen und Bewusstsein schafft. Ebenso braucht es mehr politisches Commitment – denn die Rahmenbedingungen für die karitative Lebensmittelweitergabe sind dringend verbesserungswürdig, für alle Parteien. Die Bündelung von Wissen, Erfahrung und Handlungsmöglichkeiten verschiedener Sektoren eröffnet hier eine nie dagewesene Chance, gemeinsam mehr zu erreichen.

Bereits im Mai werden die Allianz-Mitglieder zu einem ersten Summit in Wien zusammentreffen, um Herausforderungen, Ideen, konkrete Lösungen und Best-Practice-Beispiele aus dem In- und Ausland zu diskutieren und konkrete Umsetzungspläne zu schmieden.

Die Gründungsmitglieder der Allianz sind: ARA, Bäuerinnen Österreich, Bauernbund, BOKU University, Circular Economy Forum Austria, Danone, Forum Ernährung Heute, Handelsverband Österreich, Impact Hub Vienna, Independent Logistics Society, Interzero, Kastner, Landwirtschaftskammer Niederösterreich, Lidl, Markenartikelverband, MPreis, Nordex Food, ÖBOG, ÖHV, Ottakringer, REWE, Schärmer Miskovez, Sodexo, Spar, Stadt Wien (MA 22, MA 39, MA 59), Stadtgemeinde Traiskirchen, Agrarmarketing Tirol, United Against Waste, Verband der Ernährungswissenschaften Österreichs, Zero Waste Austria.

Weitere Verbände, Institutionen, Unternehmen, denen das Thema ebenfalls ein Anliegen ist, sind herzlich eingeladen, der Allianz beizutreten. Bitte melden Sie sich unter allianz@tafel-oesterreich.at.

Weitere Informationen finden Sie in unserer Presseaussendung.