Hunger auf Erdäpfel – Lebensmittelhilfe, die verbindet
Regional, frisch, unbürokratisch: Die Heilsarmee verteilt überschüssige Erdäpfel an jene, die sie dringend brauchen. Was übrig bleibt, wird verkocht und sorgt beim Essen für soziale Teilhabe.
Eingereicht von: Heilsarmee Österreich
Mit der Aktion „Hunger auf Erdäpfel“ bringt die Heilsarmee Lebensmittel dorthin, wo sie dringend gebraucht werden. Möglich gemacht hat es die Spende eines regionalen Bauern, der überschüssige, nicht mehr verkäufliche Kartoffeln zur Verfügung stellt. Der Kontakt erfolgte über Die Tafel Österreich.
Eine Spende, die weitergedacht wird – Die Heilsarmee holt die Erdäpfel direkt vom Hof ab und verteilt sie in Wien Floridsdorf unbürokratisch an Menschen, die Lebensmitteln retten möchten oder Bedarf haben, weil sie armutsbetroffen sind. Viele kommen regelmäßig. Der große Andrang zeigt, wie groß die Nachfrage – und wie wichtig einfache, direkte Hilfe ist.
Gleichzeitig wird die Spende weitergedacht: Nicht verteilte Kartoffeln werden in der Küche der Heilsarmee von freiwilligen Helfer:innen verarbeitet und beim wöchentlichen Mittagstisch ausgegeben. Jeden Donnerstag kommen dort Bewohner des Hauses Erna – ehemals obdachlose Menschen – mit Besucher:innen und Nachbar:innen zusammen, um gemeinsam mit der Heilsarmee zu essen.
Der Mittagstisch ist mehr als ein Essen – er ist ein Ort, an dem man sich kennt, miteinander spricht und nicht allein ist. Für manche ist es der einzige Ort, an dem sie gesehen werden, an dem jemand ihren Namen kennt. So entsteht ein Kreislauf, der über die reine Versorgung hinausgeht.
Das Innovative an „Hunger auf Erdäpfel“ liegt in der einfachen und wirkungsvollen Verbindung von Lebensmittelrettung, direkter Hilfe und sozialer Teilhabe. Wir danken der Tafel Österreich und Bauernhof Paul aus Rückersdorf für die Unterstützung.
Die Aktion „Hunger auf Erdäpfel“ findet das dritte Jahr in Folge statt. 2025 hat die Heilsarmee über 2 Tonnen Kartoffeln verteilt.