KARIBU – Feste verbinden
Frauen- und Kinderrechte, Weihnachten, Diversity, … Gezielt gesetzte Feiern vereinen Bewusstseinsbildung, Teilhabe, Wertschätzung für Lebensmittel, Zugehörigkeit u.v.m.
Eingereicht von: KARIBU – Wohnplätze für junge Erwachsene mit Flucht- oder Migrationsbiographie, Diakonie
Das Projekt „Karibu – Feste verbinden“ schafft Begegnungsräume für junge Erwachsene mit Fluchtbiografie, die in den Wohnplätzen von Karibu leben.
Über das Jahr hinweg organisieren wir gemeinsam unterschiedliche Feste wie Eid, den Internationalen Frauentag, Weihnachten, den Kinderrechtetag, ein Sommerfest sowie Pride. Ziel ist es, kulturelle Vielfalt sichtbar zu machen, Gemeinschaft und Zugehörigkeitsgefühl zu stärken und jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, eigene Traditionen einzubringen und neue kennenzulernen.
Die Planung und Umsetzung erfolgt partizipativ: Bewohner*innen aus Somalia, Syrien, Afghanistan, Iran und weiteren Ländern gestalten Inhalte, Musik, Dekoration und Speisen aktiv mit. Das Projekt richtet sich an junge Erwachsene mit Fluchtbiografie, die häufig wenig familiäre Netzwerke vor Ort haben. Durch die Feste entstehen sichere Räume für Austausch, gegenseitiges Verständnis und Teilhabe. Gleichzeitig werden Werte wie Gleichberechtigung, Kinderrechte, Frauenrechte und Diversität erlebbar gemacht.
Lebensmittel spielen dabei eine zentrale Rolle. Für die Verpflegung nutzen wir Lebensmittelspenden der Tafel Österreich. Gemeinsam entscheiden wir, wie die vorhandenen Zutaten kreativ und kulturübergreifend verarbeitet werden können. Dadurch lernen die Teilnehmer*innen, flexibel zu kochen, Lebensmittel wertzuschätzen und Verschwendung zu vermeiden.
Der Mehrwert des Projekts liegt in der Förderung von sozialem Zusammenhalt, kulturellem Austausch und Selbstwirksamkeit. Die jungen Erwachsenen übernehmen Verantwortung, planen eigenständig und erleben ihre Kompetenzen als wertvoll. Gleichzeitig wird Bewusstsein für nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln geschaffen.
Innovativ ist die Verbindung von interkultureller Begegnung, Empowerment junger Geflüchteter und Lebensmittelrettung. Durch die Nutzung von Spenden werden Ressourcen geschont, während die Feste als niederschwellige Plattform für Teilhabe, Vielfalt und gemeinsames Lernen dienen. So entstehen aus geretteten Lebensmitteln gemeinschaftsstiftende Erlebnisse, die Zugehörigkeit fördern und Vielfalt feiern.