Klimafreundliche Gesundheitsförderung geht durch den Magen, geht durchs Grätzl!
Die „Grätzlküche“ von LOGIN ist ein sozialraumorientiertes Projekt, das Lebensmittelhilfe, Gesundheitsförderung und Klimaschutz wirkungsvoll miteinander verbindet.
Eingereicht von: Verein LOGIN – Gesundheitsförderung und soziale Integration
Die „Grätzlküche“ von LOGIN ist ein sozialraumorientiertes Projekt, das Lebensmittelhilfe, Gesundheitsförderung und Klimaschutz wirkungsvoll miteinander verbindet. Die Projektangebote richten sich insbesondere an armutsbetroffene Menschen, Personen mit geringer sozialer Anbindung sowie Nutzer:innen von Sozial- und Betreuungseinrichtungen und des öffentlichen Raums.
Im Zentrum steht die Rettung genusstauglicher Lebensmittel, die im Handel nicht mehr verkauft werden können. 2x pro Woche wird LOGIN von der Tafel Österreich beliefert, 5x pro Woche werden Lebensmittel aus Supermärkten, von einem Team freiwillig Mitwirkender – vielfach selbst von Armut Betroffene – gesammelt, verteilt und auch im Rahmen von Volxküchen (im Verein LOGIN, im öffentlichen Raum) und diversen Kochevents (bspw. im Obdach Kastanienallee) gemeinsam verarbeitet und konsumiert.
Ergänzend vermitteln diätologische Ernährungsworkshops praxisnahes Wissen zu Themen wie gesunde Ernährung, Selbstfürsorge, nachhaltige Lebensweise und Klimaschutz. Die Aktivitäten finden bewusst im Lebensumfeld der Zielgruppen statt – im Verein LOGIN und in öffentlichen Räumen sowie in Sozial- und Betreuungseinrichtungen, vorwiegend im 15. Bezirk.
Lebensmittelhilfe wird dabei bewusst über die reine Versorgung hinaus gedacht: Sie dient als niederschwelliger Zugang zu sozialer Arbeit und Teilhabe, Gesundheitsförderung und Empowerment. Kochevents werden mit Informationsangeboten, Bewegungsimpulsen und weiteren klima- und gesundheitsfördernden Aktionen kombiniert. Dadurch entstehen Begegnungsräume, die soziale Netzwerke stärken und neue Handlungsspielräume eröffnen.
Der Mehrwert des Projekts liegt in der Verbindung von konkreter Unterstützung, gesellschaftlicher Teilhabe und ökologischer Nachhaltigkeit. Gleichzeitig wird aktiv Lebensmittelverschwendung reduziert. Innovativ ist insbesondere der aufsuchende, niederschwellige Ansatz sowie die enge Verzahnung von Lebensmittelrettung, sozialer Arbeit, Klimaschutz und partizipativer Gesundheitsförderung.