Mit der interaktiven Wanderausstellung widmet sich das Bundesschulzentrum Lienz ab sofort dem Thema Lebensmittelabfall – und möglichen Lösungen.

v. l. n. r: Josef Pretis, Alexandra Gruber, Claudia Sacher, Gerlinde Kieberl, Gerald Kolbitsch

v. l. n. r: Josef Pretis, Alexandra Gruber, Claudia Sacher, Gerlinde Kieberl und Gerald Kolbitsch

Am 9. September 2025 wurde im Bundesschulzentrum Lienz unsere interaktive Wanderausstellung „GewissensBISS – geerntet. gekauft. gekübelt“ feierlich eröffnet. Direktor Josef Pretis, Gemeinderätin Gerlinde Kieberl, die Genossenschaft feld:schafft und unsere Geschäftsführerin Alexandra Gruber begrüßten die ersten Gäste und betonten in ihren Grußworten die enorme Bedeutung der Lebensmittelwertschätzung und Abfallvermeidung.

Die Ausstellung (ein Gemeinschaftsprojekt von Die Tafel Österreich und BOKU Wien) beleuchtet eindrucksvoll, wie entlang der gesamten Wertschöpfungskette Lebensmittel verloren gehen – von der Landwirtschaft bis zum Konsum – und zeigt gleichzeitig Handlungsmöglichkeiten für jede:n Einzelne:n auf. Interaktive Elemente, anschauliche Fakten und zusätzliche Audioguides machen die komplexen Zusammenhänge für Besucher:innen aller Altersgruppen verständlich und zugänglich.

„Müll und Abfall müssten teurer sein, damit weniger davon entsteht“, meint GR Gerlinde Kieberl und verweist auf unsere Überflussgesellschaft, die es früher in dieser Form nicht gab.

Denn: Während über eine Million Tonnen genießbarer Lebensmittel in Österreich jährlich im Müll landen, hat sich die Zahl der Personen in Armut in den letzten Jahren verdoppelt.

„Wir schließen die Lücke zwischen Überfluss und Bedarf, indem wir armutsbetroffene Menschen kostenfrei mit geretteten Lebensmitteln versorgen,“ erklärt Alexandra Gruber.

Josef Pretis, Direktor der HAK Lienz, unterstreicht die Bedeutung von Bildung: „Gerade weil Bewusstsein von klein an so wichtig ist, freue ich mich, die Ausstellung am Bundesschulzentrum in Lienz begrüßen zu dürfen.“

Lebensmittelabfälle sind nicht nur Müll – sie sind unnötiger Ressourcenverbrauch und stellen globale Ungerechtigkeit dar. Wir verschwenden damit Zeit, Energie, Boden, Ackerfläche, Wasser, Geld und viel mehr“, betont Claudia Sacher von der feld:schafft.

Die Ausstellung ist bis 1. Oktober 2025 in der Aula des Bundesschulzentrum Lienz zu sehen. Der Eintritt ist frei, die Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 8:00 bis 17:30 Uhr. Es werden selbstständige Erkundungen mit Audioguide angeboten. Eine Anmeldung für Gruppen ist hier möglich.