Fast 100.000 Tonnen Brot und Gebäck landen jedes Jahr in Österreich im Müll. Gemeinsam mit der Bäckerei Geier wollen wir dieser Verschwendung entgegenwirken – und zeigen zugleich, wie jede:r mit einfachen Tipps Brot länger frisch hält und altem Gebäck neues Leben einhaucht.
Brot und Gebäck gehören zu den meistverschwendeten Lebensmittel-Gruppen. Fast 100.000 Tonnen Brot und Gebäck werden in Österreichs Privathaushalten pro Jahr entsorgt. Das entspricht etwa 18 Kilogramm an verschwendetem Brot pro Person. Geht man von einem durchschnittlichen Gewicht pro Laib von 500 Gramm aus, sind das 36 Laibe. Zusätzlich werden in Bäckereien pro Jahr rund 52.000 Tonnen Backwaren entsorgt.
Mit 28 % sind Brot-, Süß- und Backwaren also die am häufigsten entsorgte Warengruppe in Österreich – noch vor Obst und Gemüse (27 %). Supermärkte verschwenden pro Jahr rund 13.000 Tonnen Brot und Gebäck – etwa, weil hier mehr aufgebacken wird, als benötigt.
Aber Lebensmittelverschwendung ist auch „Kopfsache“: Vom überlegten Einkauf über die richtige Lagerung und Haltbarmachung bis hin zur kreativen Verwertung können wir alle einen Beitrag gegen Vergeudung leisten. Und schon die Erwartung über Bord zu werfen, dass abends noch das volle Sortiment vorhanden ist, ist ein guter Anfang. Denn: Fünf Minuten nach Sperrstunde ist das frische Brot und Gebäck bereits Wegwerfware.
Das muss nicht sein – das zeigt z. B. die Bäckerei Geier mit ihrer langjährigen Partnerschaft mit der Tafel Österreich. Seit Mai gibt es in den Filialen das Geier-Tafelsackerl. Das Abverkaufssackerl kann täglich über die Geier-App bestellt und in der letzten Stunde vor Ladenschluss abgeholt werden – um nur 3,99 Euro erhalten Konsument:innen so tagesfrische Ware im Wert von rund 12 Euro und unterstützen gleichzeitig Lebensmittelrettung und Armutsbekämpfung. Denn: 50 Cent pro Sackerl gehen an Die Tafel Österreich, die mehr als 75.000 armutsbetroffene Menschen in sozialen Einrichtungen kostenfrei mit Lebensmitteln versorgt.
Unsere Tipps gegen Lebensmittelverschwendung
Wir alle können Lebensmittelretter:innen werden und damit auch Klima und Umwelt schonen – und wir zeigen wie!
Brot richtig aufbewahren
- Legen Sie das Brot mit der Schnittfläche nach unten, wenn Sie es lagern. Die Kruste schützt das Brot vor dem Austrocknen.
- Lagern Sie Ihr Brot und Gebäck in einem Brottopf aus Keramik, Ton o. ä. oder in einem Stoffsackerl. So behält das Brot seinen Geschmack. Und es kann nicht so leicht austrocknen oder schimmlig werden.
- Lagern Sie Ihr Brot am besten bei 18 bis 22°C (und nicht im Kühlschrank) – oder frieren Sie es gleich ein. Unser Tipp: Frisch aufschneiden und in kleinen Portionen einfrieren!
- Ganze Laibe halten sich besser als vorgeschnittenes Brot.
- Brot und Gebäck mit Vollkorn-Mehl bleibt länger frisch.
Verjüngungskur für Ihr Brot
- Ist das Brot ein paar Tage alt? Dann toasten Sie es. Dadurch schmeckt es wieder frischer.
- Backen Sie trockene Semmeln im Backrohr auf. So werden sie wieder knusprig und schmecken gut.
Gute Qualität kaufen
- Billige Backwaren sind meistens kürzer haltbar. In vielen Supermärkten gibt es zum Beispiel Backstationen, in denen die Backwaren häufig aus fertigen Backmischungen gemacht werden. Traditionelle Bäckereien hingegen backen die Brote oft noch nach eigenem Rezept.
- Viele Bäckereien verwenden auch künstlich erzeugte Enzyme. Bio-Bäckereien dürfen das nicht.
- Je dicker die Kruste, desto länger war das Brot im Ofen. So hält es länger frisch und schmeckt besser.
- Doppelt gebackenes Brot hält besser. Denn die Kruste schützt das Brot.
Aus altem Brot Köstliches zaubern
Brot ist viel zu schade für die Tonne – mit unseren Rezeptideen wird auch altes Brot noch zur köstlichen Zutat! Stöbern Sie in unserer Broschüre und entdecken Sie neue Lieblingsgerichte!